Poetry Slam

Themen wie Weihnachten, Zeugnisse, das Leben oder das Jahr 2018 werden von unseren Poetry-Slammern (AG-Leitung Frau G. P. Börger) mal etwas anders betrachtet.

 

Weihnachtszeit

Nun ist es wieder so weit, es beginnt die Weihnachtszeit.

Dann, wenn die Temperatur sinkt und im Radio Weihnachtsmusik erklingt.

Mit Tee und hellem Kerzenschein stimmen wir uns auf sie ein.

Süßer Plätzchen- und Glühweinduft liegt jetzt überall in der Luft.

Die Adventszeit wird fröhlich durchlebt mit etwas Glück sogar mit Schnee.

Wunschzettel werden eifrig geschrieben, doch, was Kinder nun besonders lieben,

ist die Zeit bei Oma und Opa mit Backen, Lachen, Tralala. 

Ausruh`n bedeutet aber auch mal in-Sich-zu- gehen und alles für kurze Zeit mit anderen Augen zu sehen.

Weihnachten ist die Zeit der Wärme und Geborgenheit, der Liebe, Familie und Besinnlichkeit.

Nur wird es oftmals stressige Momente geben, darum sollte man sich zwischendurch `ne Auszeit nehmen.

Weihnachten ist auch gegenseitiges Beschenken, wenn alle Menschen aneinander denken.

Leute, ob groß, ob klein, freuen sich dann ungemein!

Als Kind hat man mit den Großeltern den Tannenbaum geschmückt, der dann in seiner Prächtigkeit die Familie entzückt.

 

Franciska Machner, 9b

 

Weihnachten

Von jung an wurde ich mit Weihnachten aufgezogen und ich fand`s immer gut, das ist ungelogen.

Was ist Weihnachten für mich? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.

Man saß mit der Familie am Kamin und die Kleinen spürten das Adrenalin.

Keiner war für mich da, meine Familie, die sah mich noch nicht einmal.

Gehen um sieben in die Kirche und danken Gott und Jesus für seine Hilfe.

Am Ende des Gottesdienstes gehen wir an die Krippe und sehen natürlich den kleinen Jesus in der Mitte.

Alle waren in der Kirche. Ich saß zuhause. Allein! .. Und fragte mich: Wann ist dieser Scheiß vorbei?

Nach Hause gehen wir Hand in Hand und die Kinder waren schon gespannt.

Ich saß gebannt in der Ecke und dachte, ich verrecke.

Schnee weht uns entgegen, aber wir halten zusammen dagegen.

Weihnachten ist es immer zu kalt und ehrlich gesagt, hab ich dazu keinen Halt.

Zu Hause um 8 war das Essen schon gemacht.

Das Essen schmeckte gut und gab Jung und Alt ganz viel Mut.

Bei uns zuhause gab`s keinen Braten. darauf musste man lange warten.

Um 9 war es so weit und alle machten sich bereit.

Bereit war ich noch lange nicht, denn Weihnachten, das ist nichts für mich.

Alle gingen zum Tannenbaum, der schön geschmückt war und die Geschenke, die lagen da.

Bei uns am Tannenbaum brannte kein Licht, Geschenke gab es nicht.

Geschenke auspacken, die gegenseitige Freude war da, das war doch wohl klar.

Von Freude kannst du gut reden, doch bei mir, da gibt es nichts zu erleben.

Weihnachten ist ein Fest der Freude und der Liebe. Früher bekam ich manchmal Hiebe.

Bedankt haben sich alle, was ich mir gewünscht habe, bekam ich in jedem Falle.

Der Junge von nebenan hatte mal wieder Glück, das, was ich mir wünschte, bekam ich kein Stück.

Ich schaute zu dir rüber und hatte Mitleid mit dir wie ein echter Bruder

Ich schaute zu dir rüber und so ein Leben wie du hätte ich viel lieber

Komm mit zu mir heut ist Heiligabend und wir feiern mit dir

Ein Weinachtsfest mit einer richtigen Familie. davon hab ich jeden Tag geträumt mit ganz viel Liebe

 

Jonathan Fernando, 9d

Serdar Sakinmaz, 10c

 

Weihnachten

Du bebst vor Aufregung,

die Nacht hast du kaum geschlafen,

öffnest das letzte Fenster deines Adventskalenders.

Es ist Weihachten.

In der Küche riecht es nach frisch gebackenen Plätzchen und du erwischt dich selbst,

wie du den Teig nascht.

„Hoffentlich hat Mama nichts gesehen“, denkst du dir.

Alles ist voll im Gange.

Stress pur.

Mama kocht schon das aufwendige Weihnachtsessen, es riecht köstlich.

Du kannst es kaum erwarten,

bis es endlich Abend ist,

der Tannenbaum leuchtet und du neugierig deine Geschenke auspacken kann, du hast dir ja

soooo viel gewünscht.

Danach das Weihnachtsessen im Rahmen der Familie essen.

Ja, das ist eindeutig der schönste Tag im Jahr, denkst du dir.

Geschenke, Essen, Familie,

Gott, ist das aufregend.

Warum muss der Tag nur so lang sein?

Warum kann nicht von morgens bis abends Weihnachten sein?

Warum kann nicht jeden Tag Weihnachten sein?

Dein 5 Jahre altes Ich….

Du wachst auf,

öffnest das letzte Fenster deines Adventskalenders.

Es ist Weihnachten.

Vor ein paar Tagen warst du auf dem Weihnachtsmarkt und hast Kleinigkeiten für Freunde

und Familie gekauft.

Jetzt hast du kein Geld mehr.

Aber egal, du hast dir zu Weihnachten ja eh so gut wie von allen nur Geld gewünscht.

Paar andere Sachen noch dazu, aber das Geld kriegst du durch Weihnachten wohl schon

wieder zusammen.

Spielsachen brauchst du ja nicht mehr.

Du läufst runter in die Küche, weil dich der Geruch von Plätzchen nach unten zieht.

Mal wieder nascht du den Teig, so wie früher…..

Naja, aber mittlerweile sollte Mama ja eh wissen, dass sie die doppelte Menge an Teig

machen muss,

weil eh alles im Voraus in deinem Bauch landet.

Der gewohnte Stress hat schon begonnen.

Wie jedes Jahr.

Mama kocht schon das aufwendige Weihnachtsessen. Köstlich!

Du denkst noch, wie du produktiv werden könntest, weil alle Läden ja geschlossen sind und

deine Freunde wahrscheinlich auch zu Hause sitzen.

„WEIL ES JA EIN FAMILIENTAG IST“ .

Ist ja nicht so, dass der erst abends anfängt, aber ja.

Also sitzt du in deinem Zimmer und wartest darauf, bis die Eltern hereinplatzen und dir von

ihrer grandiosen Idee berichten, was mit der Familie zu unternehmen.

Wow….

Ein Spaziergang … hört sich nach Spaß an.

Naja, einfach mal mitgehen.

Für den Zeitvertreib.

Willst schließlich auch keinen Stress schieben.

Weihnachten halt. Liebe verteilen und so.  Blablabla…

Also machst du erstmal das, was die Eltern so vorhaben. Jey.

Als Kind war das alles auch irgendwie ganz anders, denkst du dir.

Immer so motiviert, alles mitgemacht und vor Neugier wär man fast geplatzt.

Und klar freust du dich immer noch über die Geschenke,

aber irgendwie ist das Essen viel interessanter.

Joa, einmal im Jahr ist Weihnachten.

Schon eine ganz schöne Geste, denkst du dir.

Dein 14-jähriges (jetziges) Ich!

 

Jette Schwegmann, 9c

 

Das Zeugnis – die Zukunft

Das Zeugnis – ein aussagekräftiges Papier.

Schwarz auf weiß liegt es jetzt vor dir.

Dieses Halbjahr hast du dir so viel Mühe gemacht

und fragst dich jetzt: „Hat`s was gebracht?“

Erwartungsvoll blickst du drauf

und merkst, du hast es nicht versaut.

Letztes Halbjahr hast du dich nicht geschont,

jetzt wirst du mit bomben Noten belohnt.

„Still keep on fighting for your business, ist`s really worth ist.“

„Kämpfe stets für deine Sache, es ist es wirklich wert.“

Hast dich gefühlt wie das letzte Abstellkind,

doch jetzt macht für dich wieder alles einen Sinn.

Aus deinem Verstand spricht jetzt die Vernunft,

du hast gerafft, Schule beeinflusst deine Zukunft.

Du willst später reisen und nicht in Armut leben,

auch nicht von Vater Staat, nein, das willst du dir nicht geben.

Das ganze Ackern und Pauken wirst du nicht bereu`n,

denn Zuhause werden sich deine Eltern freu`n.

Stolzerfüllt  –  hast dein Leben wieder in der Hand

Und hast selbst gemerkt, dass es jeder schaffen kann.

Versteht ihr die Message, die dahintersteht?

Ich hoffe, sie hat vielleicht eure Motivation geweckt.

Denn Schule ist wichtig und bedeutet viel,

also arbeitet und kämpft für euer Zukunftsspiel!

 

Franciska Machner, 9b

 

Zeugnistag – Fleiß spielt anscheinend keine Rolle

Das Schuljahr geht zu Ende.

Zu Hause sitzt sie voller Sorgen auf ihrem Stuhl in der Küche und hört gezwungenermaßen ihren

Eltern zu.

Sie will davon nichts mehr hören.

Jeden Tag geht es um ihre Noten. Um ihren Fleiß.

Ihre Leistungen und Erfolge.

Doch alles ist negativ.

Sie sei faul, würde sich nicht anstrengen.

Ihr Handy wurde ihr schon unzählige Male einkassiert.

Den Grund hat sie nie verstanden.

Sie lernt.

Sie strengt sich an.

Sie lässt Hobbies ausfallen und vernachlässigt Freunde.

Alles wegen der Schule.

Sie muss doch lernen.

Trotz allem bestrafen ihre Lehrer sie jedes Jahr erneut.

Sie kann doch nichts dafür.

Für ihre Schwächen.

Wie oft lag sie im Bett und versuchte sich Vokabeln zu merken.

Wie oft hat sie nach Matheerklärungen auf Youtube gesucht, um den Unterricht irgendwie noch mal

zu wiederholen?

Wie oft las sie abends im Duden, um die Rechtschreibung zu lernen?

Zu Oft!

Nichts funktionierte!

Immer dasselbe Gerede.

Von Lehrern, wie auch von den Eltern.

Ob sie den Ernst der Lage verstände.

Oh sie verstand ihn!

Sie hat ihn schon lange verstanden.

Doch keiner merkt es, denn ihre Arbeit zahlt sich nicht aus.

Das ist so unfair!!!

Schüler, die alles schon vorher können und faul herumsitzen, bekommen bessere Noten als die, die

sich jeden verdammten Tag für das Lernen die Freizeit nehmen und trotzdem zu schwach sind, denkt

sie.

Das Benotungssystem hat sie noch nie verstanden.

Sie kann doch nichts dafür.

 

Jette Schwegmann, 9c

 

Leben                                              

Viele wissen nicht mehr, was Leben ist.

Welch ein Glück sie haben, leben zu dürfen.

Sie sehen es als Strafe an.

Eine Strafe, die sie absitzen müssen bis ihnen verziehen wurde und sie erlöst werden können.

Bis sie nichts mehr fühlen.

Bis sie ihr sogenanntes Lebensziel erreicht haben.

Ein Lebensziel, welches gar kein Ziel sein sollte.

Das Leben bietet so viele Möglichkeiten, doch diese Möglichkeiten werden als Challenge angesehen,

woran sie einfach nicht teilnehmen wollen.

Viel lieber gammeln sie `rum und sitzen ihre „Strafe“ ab. Bis sie nichts mehr fühlen.

Ich sehe mich um, und gucke in lauter lebensfrohe, lachende Gesichter. Doch keiner weiß, wer sich

hinter dem Gesicht wirklich versteckt. Ist es ein Sträfling des Lebens, der darauf wartet erlöst zu

werden?

Oder ist es ein froher Mensch, dessen Erlösung das Leben ist.

Das Leben sollte nicht abgesessen werden, das Leben sollte genossen werden.

Denn nur der Tod wird auf ewig abgesessen.

Und es wäre eine Verschwendung, wenn du dein ganzes Leben lang auf etwas warten würdest.

 

Jette Schwegmann, 9c

 

„2018 – Ein neues Jahr – eine neue Tür“

Wir starten jetzt alle ins 2018 und merken,

wir sind wieder gewachsen,

gewachsen über uns selbst hinaus,

das hat viel Mut und Kraft gebraucht.

 

Nun steh`n wir am Anfang im neuen Jahr.

„Ist doch nichts Besonderes mehr“, denkst du.

„Klar.  Es ist immer wieder dasselbe,

man feiert mit der Clique rein,

frisst sich voll und säuft den ganzen Abend weg.“

Aber egal,

besser, als alleine sein.

 

Doch jedes neue Jahr ist eine weitere Tür für dich im Leben,

die dir ermöglicht, wieder zu dir zu finden und alles Schlechte aufzugeben.

Ja, jede neue Tür, durch die du gehst, bedeutet Veränderung,

auch diese, die du nicht verstehst. 

 

Was wir draus machen, haben wir selbst in der Hand,

deswegen hör einfach immer auf Herz und Verstand.

Lebe laut und lebe frei,

du wirst dir dafür dankbar sein.

 

Du brauchst kein Silvesterfeuerwerk,

weil du sowieso jedes Jahr der Knaller bist

und auch wenn du vergangene, schöne Momente vergisst,

ist jedes neue Jahr ein Geschenk.

Also mach was draus.

 

Wir begrüßen bald alle 2019,

Gedanken im Kopf und viele Freuden,

haben Hindernisse überwunden, Erfahrungen gemacht,

haben zusammen wieder ein Jahr geschafft.

 

Franciska Machner, 9b