18. Dezember 2018 · Kommentare deaktiviert für Weihnachtsbrief 2018 · Kategorien: Schulleitungskolumne

Schulleiter und stellvertretender Schulleiter Matthias Wocken und Hans-Günther Tiemann  am 18. Dezember 2018

Liebe Eltern, liebe treue Leserinnen und Leser dieser Seiten!

Das kann doch gar nicht sein, in gut einer Woche ist bereits Heiligabend. Unglaublich, wie schnell die Wochen seit Schuljahresbeginn ins Land gezogen sind.
Ihre Kinder haben sicherlich ereignisreiche und dichte Schulwochen hinter sich. Die Klassenarbeitsfülle vor den Weihnachtsferien ist immer wieder Thema, lässt sich jedoch im Schuljahresverlauf nur schwerlich entzerren. Wir hoffen, unsere Schülerinnen und Schüler sind gut und mit nicht zu großem Druck durch die Zeit gekommen.
Immer öfter stellen wir fest, dass sich manche Kinder trotz vermeintlichen Lerndrucks manchmal nur schwer zu starker inhaltlicher Auseinandersetzung mit Unterrichtsinhalten motivieren lassen. Viele Lehrerinnen und Lehrer müssen kreativere Ideen der Leistungsmessung ersinnen, um wirklich alle Schülerinnen und Schüler mit auf den Weg zu bekommen.
Sicherlich ist ein Grund für diese Bildungsferne und für den teilweisen Motivationsverlust in der erheblichen Veränderung unserer gesellschaftlichen Strukturen zu sehen. Viele über Jahrzehnte gültige strukturelle Bedingungen innerhalb der Familie, aber auch die Gestaltung der Freizeit sind heute andere. Das Leben in einer zunehmend digitalisierten Welt und die partielle Vereinsamung der Menschen stellen uns vor neue Herausforderungen. Wir nehmen diese Bedingungen mit Sorge, aber auch in der Verantwortung wahr, dass Schule massiv gefordert ist, zu reagieren.
Sie alle bemerken nach unseren verschiedenen Informationen, wie wir uns bemühen, einen ehrlichen Umgang mit digitalen Medien in der Schule abzubilden. Wir sind auf dem Weg und bemerkenswert ist zu registrieren, wie viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer mitziehen und sich auf unsere Herangehensweise einlassen. Hier wird in den kommenden Monaten und Jahren weiter viel passieren. Wir sind dankbar für die öffentlich formulierte konzeptionelle Rückendeckung in einer Reportage der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 8. Dezember zur Wahrnehmung der Digitalisierung an Osnabrücker Schulen.
Um sozialen Nöten und Ängsten sowie Sorgen im schulischen als auch im privaten Bereich ernsthaft zu begegnen, bauen wir unser Beratungssystem mit Unterstützung unseres Schulträgers immer mehr aus. So befinden sich neben unseren etablierten drei Beratungslehrerinnen zwei weitere Lehrkräfte in der entsprechenden Weiter-bildung. Zwei Lehrerinnen sind in ein Zusatzstudium zur Sonderpädagogik eingestiegen. Wir werden also weiteres Know How im Bereich inklusiver Arbeit an der TMS verankern.
Der Pädagogische Arbeitskreis unserer Schule setzt sich seit Jahren mit verschiedensten Themen im Bereich der inhaltlichen Ausgestaltung unseres Kerngeschäfts, dem Unterricht, auseinander. Ganz spannend war der Vortrag einer Mutter unserer Schule zur Entwicklungs- und Lerntherapie „PäPKi“ in der vergangenen Sitzung. Hier lohnt sich ganz bestimmt weiterer Austausch und ein wacher Blick auf unsere Schülerinnen und Schüler. Viele Ideen des Arbeitskreises müssen kanalisiert und bearbeitet werden. Sicher ist, dass unsere Schule lebt und durchgehend konzeptionell fortgeschrieben wird.
Sie, liebe Eltern, sind die größten Garanten für das gelungene „Heranreifen“ Ihrer Kinder. Die Thomas-Morus-Schule nimmt darüber hinaus den schulischen Erziehungsauftrag sehr ernst. Manchmal ecken wir mit dieser Dienstbeflissenheit an. Manchmal nerven Lehrkräfte, die nicht lockerlassen. Manchmal wird unsere Fürsorge als Einmischung missverstanden. Aber verlassen Sie sich darauf, dass wir Ihre Kinder bestmöglich orientieren, stärken und somit auf das Leben vorbereiten wollen. Wir brauchen Sie als starke Partner. Wir brauchen Ihr Vertrauen und wir wünschen uns sehr, mit Ihnen gemeinsam an der Zukunft Ihrer Kinder bauen zu können.
Jetzt in der Adventszeit, in der steten Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, sagen wir Ihnen allen ganz herzlich danke für unser Miteinander im vergangenen Jahr. Wir sagen danke für viele unterschiedliche Begegnungen und Gespräche der unterschiedlichsten Art. Wir wünschen Ihnen und uns ruhige, besinnliche Momente in den kommenden Tagen, tiefes Vertrauen auf Gott oder aber die Werte, die uns als Menschen vernünftig zusammenleben lassen. Kommen Sie und Ihre Familien gut ins nächste Jahr und freuen Sie sich wie wir auf alle kommenden gemeinsamen Schritte in Richtung Zukunft Ihrer Kinder.

Alles Gute und adventliche Grüße aus der TMS