06. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Vielfalt · Kategorien: Schulleitungskolumne

Schulleiter Matthias Wocken am 06. November 2017

Scheckübergabe, Jugendparlamentswahlen, zweite Friedensgebetsvollversammlung, ein fast fertiger Anbau, Office-Paket in Schülerhand, gute Drähte unter den Osnabrücker Schulen und der ganz normale Schulalltag

3000,- Euro für das Straßenkinderprojekt „Der kleine Nazareno“! Das Ergebnis unseres diesjährigen Erntedankmarkts von knapp 10.000,- Euro ließ diese Summe als Spende der Schulgmeinschaft für das brasilianische Projekt zu. Bernhard Rosemeyer, der Initiator des Projekts war im August selber aus Brasilien für eine Stippvisite in der TMS. Nun kamen zur Scheckübergabe auch noch Bruder Werner Rosemeyer und pensioniertes Lehrerurgestein Toni Mellentin, der vor fast 25 Jahren das Projekt an unserer Schule ins Rollen brachte. Allen sechsten Klassen wurde durch Werner Rosemeyer erneut die Arbeit des Vereins in Brasilien näher gebracht. Erschreckend und faszinierend zugleich, wie dort mit mühsamer Arbeit versucht wird, Straßenkindern eine Lebensperspektive zu geben. Erschreckend deshalb, weil unsere Schülerinnen und Schüler jedesmal wieder unglaublich erschrocken sind, wenn sie Näheres über die Lebensumstände ihrer Altersgenossen auf den Straßen Brasiliens erfahren und hören, dass selbst Gründer Bernhard Rosemeyer immer wieder mit Waffengewalt überfallen wird.

Unseren drei Besuchern an dieser Stelle einfach ganz lieben Dank für Lebensfreude, Berichtseifer und gute Laune im Umgang mit allen Beteiligten. Wir freuen uns auf das kommende TMS-Nazareno-Jubiläumsjahr!

Ich schreibe diese Zeilen hier nach dem ersten Friedensgebet in unserer Aula, das die Schülervertretung ins Leben gerufen und organisiert hat. Jeden zweiten Monat treffen wir uns mit der gesamten Schulgemeinschaft in der Aula und beten für den Frieden in der Welt und an unserer Schule. Heute waren die Gebete auf Dänisch, Deutsch und Arabisch. Faszinierend, was sich innerhalb unserer Schülerschaft für Fremdsprachen tummeln. Durch den Klang anderer Sprachen bekommen die Gebete eine ganz neue Qualität.

Nebenbei stellte unser EDV-Administrator, Herr Meiners, noch die neue Microsoft Office Schullizensierung vor, die es ab dieser Woche jeder/m Schüler/in unserer Schule ermöglicht, mit dem allerneuesten Office-Paket (Word, Power Point, Excel, OneNote, etc.) zu arbeiten. Genauere Informationen und eine Downloadanleitung für heimische sowie mobile Endgeräte gibt es diese Woche dann noch schriftlich nach Hause. So langsam sind damit die technischen Voraussetzungen für die geplante Kolaboration von SchülerInnen und LehrerInnen geschaffen. Ich bin gespannt, was im Zusammenhang mit unseren Fortbildungen im Bereich OneNote für Lehrer und digitale Tafelsysteme im Unterricht der TMS alles passiert. Digitalisierung in dem Maße, wie sie uns im Schulbetrieb als pädagogisches Werkzeug dient, ist das Ziel der kommenden Zeit. Ehrliche Rückmeldungen aus Unterrichtsversuchen sind in den kommenden Monaten gefragt. Wichtig ist bei allen technischen Finessen, dass unserer SchülerInnen mit den wichtigen Kulturtechniken die Thomas-Morus-Schule verlassen. Richtig und strukturiert handschriftlich arbeiten zu können, werden wir nie aus dem Blick verlieren. Nicht umsonst geben wir viele Lehrerstundenressourcen in die Rechtschreibförderung unserer Kinder bis rauf in die höheren Jahrgänge. Ein Bonus des kirchlichen Schulsystems, den wir nur zu gerne ausschöpfen, hegen und pflegen sowie weiter ausbauen.

Die Jugendparlamentswahlen der Stadt Osnabrück sind mit „sehr guter“ Wahlbeteiligung gelaufen und ich danke den vorbereitenden Schülerinnen und Schüler sowie den Lehrkräften der TMS und der Angelaschule ganz herzlich für Vorbereitung und Auswertung.

Unseren Anbau (das Gebäude neben der Sporthalle) dürfen wir nun schon in der oberen Etage in Betrieb nehmen. Wieder erstrahlt Altbekanntes in völlig neuem Glanz. Unser Schulträger hat „mal eben“ kernsaniert und wir durften neu ausstatten. Bald zieht die 6a wieder in ihren angestammten Klassenraum und ich bin mir sicher, dass sie sich rundum wohlfühlen werden. In ihren Klassenraum ist ebenfalls die neue Tafeltechnik eingezogen, so dass sie Teil unserer Projektierung sind. Herzlich willkommen in der Feedback- und Probierrunde.

Bei der Neuaufnahme zweier geflüchteter Kinder in unsere Schule ergab sich eine tolle Kooperation mit Osnabrücker Grundschulen. Ich bin dankbar, dass wir auf Schulleitungsebene so niederschwellig und schnell handeln konnten. Danke dafür an alle Beteiligten. Es ist für das Vorankommen unserer Schülerinnen und Schüler sehr gut, wenn wir kooperierend näher zusammenrücken.

Und im täglichen Schulgeschehen freut mich und meine Kolleginnen und Kollegen jedes offene und lächelnde Gesicht. Ich darf euch sagen, wir haben eine wirklich gute Atmosphäre in unserem Miteinander. Bewahrt euch den höflichen und respektvollen Umgang untereinander. Gestern sagte ein Gast im Schulgebäude zu mir: „Haben Sie die alle vorgewarnt, dass ich heute im Haus bin oder warum sind die so freundlich zu mir?“. Ich konnte ohne Umschweife antworten: „Nein, wir gehen täglich so miteinander um!„.

Und jede/r, der andere Verhaltensweisen wahrnimmt, muss sie bitte thematisieren. Sprecht Leute darauf an oder holt euch Hilfe bei euren LehrerInnen. Wir wollen gut miteinander umgehen – dafür steht die TMS!